Archiv der Kategorie: Termine

Workshop: Trans*sensibilität, Trans*feindlichkeit & solidarische Verbündete

Trans*Menschen sind immernoch zahlreichen Diskriminierungen und Ausschlüssen durch das medizinisch-psychiatrische und juristische System, als auch gesellschaftlichen Strukturen ausgesetzt. Deutlich wird dies zum Beispiel bei Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt oder in der Universität, Beschimpfungen oder Gewalt auf der Straße, Ablehnungen durch Freund*innen und Familie bei einem Coming-Out usw. Mit falschem Namen und Pronomen angesprochen zu werden oder intimen Fragen ausgesetzt zu sein gehört für viele Trans*Menschen zum Alltag. Strukturelle und alltägliche Diskriminierungs- und Ablehnungserfahrungen fördern die Selbststigmatisierung von Trans*Menschen. Folgen sind u. a. eine erhöhte Gefahr für Depressionen und Suizidalität. Für einen akzeptierenden und respektvollen Umgang einzustehen bedeutet häufig viel Anstrengung und ist nicht nur Aufgabe von Trans*Personen selbst. Denn ein unterstützendes Umfeld wirkt sich positiv auf die psychische Stabilität aus.

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Veranstaltungshinweis: Mein Körper, meine Entscheidung? (§218/219 StGB)

Vortrag: Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

Montag, 05.März um 19:00
im NEU / Kaffé am Weinberg (Frankfurterstraße 54, 34121 Kassel)


*English below (but the event itself will be mainly in German, we can organize whisper translations)*

Insbesondere die kürzliche Verurteilung der Gießener Gynäkologin Kristina Hänel hat die Debatte über die restriktive Gesetzeslage bezüglich Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland wieder voll entfacht. Selbsternannte „Lebensschützer*innen“ machen es sich zur Aufgabe, Frauenärzt*innen anzuzeigen, wenn sie Informationen über ihre Tätigkeit, z. B. auf ihren Webseiten, online stellen. Die Paragrafen 218/219 des StGB machen dies möglich und schränken somit das körperliche Selbstbestimmungsrecht ein. Denn: Einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen ist in Deutschland nicht legal, dieser verbleibt lediglich straffrei unter bestimmten Bedingungen. Der Vortrag von Cornelia Krey (ProFamilia) und Nora Szasz und Natascha Nicklaus (die beiden angeklagten Ärztinnen aus Kassel) wird über die gesetzlichen Bestimmungen und deren Folgen für Betroffene informieren und die notwendige Debatte zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auch in Kassel sichtbarer machen.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/149920475727233/

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Hinweis: Workshop Ent_ZweiGendernd Sprachhandeln

Wir möchten auf folgenden Workshop am 01.02.2018 hinweisen:

Ent_ZweiGendernd Sprachhandeln. Ein Workshop mit Lio Oppenländer

Warum erscheint die Einteilung von Menschen in zwei Gender – „Frauen“ und „Männer“ – so selbstverständlich und natürlich? Was hat Sprache mit der zweigendernden Wahrnehmung und Kategorisierung von Menschen zu tun? Und wie können die Grenzen des Wahrnehmbaren über Sprachveränderungen herausgefordert werden?

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Demo-Hinweis: Für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung

Gerne weisen wir euch auf die Demo des neu gegründete feministische Göttinger Bündnis „wir sind laut!“ am 13. Januar 2018 hin:

Für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung – gegen §218 und §219!

Demo: 13.01.18, 12 Uhr @ Göttinger Bahnhofsvorplatz
→ kommt in lila!
→ 1. Block ist FLTI* only!

Worum geht‘s?
In Deutschland steht Abtreibung immer noch unter Strafe und wird von den Paragraphen 218 und 219 StGB geregelt. Von einer Verurteilung wird nur unter bestimmten Bedingungen abgesehen: Schwangere Personen müssen sich einer Zwangsberatung unterziehen, 3 Tage warten und die Abtreibung von einem*einer Ärzt*in in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen vornehmen lassen. Die Zwangsberatung ist zusätzlich per Gesetz dazu verpflichtet, schwangere Personen zu einer Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen. Der §219a regelt im speziellen das Werben für Abtreibungen:

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Vortrag: Transfeindlicher Feminismus im Deckmantel der Emanzipation

-TERFs und ihre Anknüpfungspunkte in Feminismen-

06.11.2017 um 18:00 im Infoladen „… an der Halitstraße“ (Holländischestr. 88, 34127 Kassel)*

TERFs – was und wer ist das eigentlich? Nicht jedem ist das Akronym bekannt, und doch sind TERFs überall. TERFs sind transfeindliche FeministInnen, welche sich vor allem gegen die Existenz von trans* Weiblichkeiten sträuben. Der Vortrag umfasst eine nähere Erläuterung des Begriffs TERFs, geht auf Symboliken und Erkennungszeichen ein und beschäftigt sich mit ihren Strukturen und Organisationen, benennt jedoch auch beispielsweise Anknüpfungspunkte und vermeintlich widersprüchliche Allianzen zu MRA (Männerrechts-Aktivisten).

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Vortrag: Antifeministische Angriffe auf Sexualpädagogik

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema „Bundestagswahl und Rechtsruck“ veranstalten wir am Donnerstag, 14.09. um 18:00 in den Räumen des Infoladen „… an der Halitstraße“ (Holländischestr 88, Kassel) einen Vortrag zum Thema „Antifeministische Angriffe auf Sexualpädagogik“:

Bereits seit 2013 stößt das Vorhaben, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in bundesdeutschen Lehrplänen zu verankern, immer wieder auf Widerstand. Politische Bündnisse wie die ‚Demo für alle‘ oder ‚Besorgte Eltern‘ positionieren sich gegen ‚Gender-Ideologie‘ und ‚Frühsexualisierung‘ im Schulunterricht, z.B. nach der Novellierung des hessischen Lehrplans für Sexualerziehung im Sommer 2016.

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Queerfeministischer und antinationaler Block auf dem CSD Kassel

Der diesjährige CSD, organisiert von dem Verein „CSD Kassel e.V.“, steht unter dem Motto „Loud-Proud-Queer“. Wie jedoch so häufig ist das, was in Kontexten von CSDs als „queer“ und „politisch“ wahrgenommen wird, nur ein bestimmter Teil queerer Lebensformen und Kämpfe. Häufig dominieren Perspektiven, in denen Themen von Queers of Colour, Trans*Personen, Queers mit Be_hinderung uvm. nur wenig Raum finden. Dass Sexismus, Misogynie, Nationalismus und Rassismus auf vielen CSDs Raum und Platz finden, wird nicht zuletzt in den Texten der dort gespielten Musik deutlich. Für uns bedeutet queer mehr als Homo* Bi* Inter* Trans*. Für uns ist queer eine radikale Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen im kapitalistischen Normalzustand. Die Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalttaten gegenüber LGBT*IQ sind nicht für sich allein zu betrachten. So werden von der Norm abweichende L(i)ebensformen und Identitäten verstärkt von Konservativen und Rechten in das Zentrum politischer Debatten gerückt. Rassistische und nationalistische Argumentationen sind hier eng verknüpft mit Sexismus, Trans*-, Queer- und Homofeindlichkeit. Deshalb wollen wir als queerfeministischer Block sichtbar sein!

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We rise! – Der alternative CSD 2017

Am Samstag, 18. August werden wie in den letzten Jahren Aktivist*innen einen alternativen CSD in Kassel organisieren, um zu zeigen, dass es auch eine „andere Seite des Regenbogens“, abseits von Regenbogen-Kapitalismus, sexistischen Zuständen in der Queer-Szene und Werbung für Parteien, gibt. Neben guter Musik, freiem Eintritt und günstigem Essen & Trinken, wird es auch inhaltliche Vorträge und Lesungen geben!

Programm:
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Soliparty für den Infoladen „… an der Halitstraße“

Am Freitag, 11. August veranstaltet der Infoladen „… an der Halitstraße“ eine nice Party im Kulturzentrum K19.

Wir werden Übrigens ab 17:00 auch dabei sein und zwar mit einer Chillecke, in der sich in entspannter Atmosphäre unsere bisherigen  Radiobeiträge zu spannenden Themen angehört werden können 😉

Mehr Infos zur Party:

„Nachdem wir mit großem Entsetzen dabei zusehen mussten, wie sich selbstverwaltete Strukturen in Kassel kaum noch halten lassen und verdrängt werden, haben wir uns all diesem entgegengesetzt. Vor knapp 1,5 Jahren entstand in kürzester Zeit auf ca. 60 m² der Infoladen „… an der Halitstraße“ (Holländische Straße 88), mit der Idee, ein Knotenpunkt zu werden für Nutzer*innen, Gruppen und Initiativen, die sich mit Antidiskriminierung und emanzipatorischen Bildungsprinzipien identifizieren – und eben das ist uns gelungen und ist ein Anlass zum Feiern!

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